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Infomaterial


Architektur und Kalksandstein 2009

KS-Bauteile zur Systemergänzung

KS Stürze

sind vorgefertigte Bauteile zur Öffnungsüberdeckung. Es wird unterschieden zwischen KS-Flachstürzen (h < 12,5 cm), deren Druckzone (Übermauerung) auf der Baustelle hergestellt wird – Bemessung nach der Flachsturzrichtlinie –, und KS-Fertigteilstürzen (h > 24,8 cm) – Bemessung nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung.

KS-Flachstürze

Zur Überdeckung von Wandöffnungen in tragenden und nicht tragenden Innenwänden, in Hintermauerschalen von zweischaligem Mauerwerk werden vorgefertigte KS-Flachstürze in Sturzbreiten von 100 bis 240 mm und Nennlängen von 1000 bis 3000 mm angeboten. Es handelt sich um Stürze aus bewehrten und ausbetonierten KS-Formsteinen, die nach der „Richtlinie für die Bemessung und Ausführung von Flachstürzen“ (Flachsturzrichtlinie, druckfehlerbereinigte Fassung 1979) bemessen werden. Die zulässigen Streckenlasten ergeben sich hiernach aus Sturzbreite, Auflagerlänge, Art und Höhe der Übermauerung und eingelegter Bewehrung (siehe Typenstatiken der Sturzhersteller). Bei Überdeckung der Stürze mit Mauerwerk sind die Stoßfugen zu vermörteln, damit sich ein Druckgewölbe ausbilden kann.
 
KS-Flachstürze sind nur bei vorwiegend ruhender Belastung zu verwenden. Eine direkte Belastung durch Einzellasten (z.B. Stiele unter Dachpfetten) ist nicht zulässig.
 
Während der Montage sind Flachstürze mit einer lichten Öffnungsweite über 1,25 m einmal, über
2,50 m zweimal zu unterstützen.